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Meine Zeitungsberichte, Leserbriefe

Publikation im Zürcher Bote vom 01.07.2016, erläutert an der Medienkonferenz der SVP Stadt Zürich am 13.05.2016

Im August 2016 startet das Pilotprojekt Tagesschule 2025 in der Stadt Zürich. Um einer Volksabstimmung zu entgehen, wurde dieses Projekt für anfänglich sieben Schulhäuser mit 19.7 Mio. Franken budgetiert. Die Strategie des Stadtrats kennt ein Ziel, das Doktrin der Tagesschule 2025! Im Pilotprojekt spricht man fadenscheinig von freiwilliger Tagesschule, doch bei der Tagesschule 2025 wird dies obligatorisch sein. Dies für sämtliche Schüler/-innen! Für die SVP ist dies ein Weg in den Verderb unserer Volksschule. Jene Volksschule, die sich jahrzehntelang als Grundgerüst unserer ausgezeichneten Bildung bewährte.

Die SVP der Stadt Zürich wird aktive Kampagnen lancieren, in allen Stadtkreisen. Dies mit dem Ziel, NEIN zur Tagesschule 2025! Zudem werden in den nächsten Wochen und Monaten parlamentarische Vorstössen folgen. In Erwartung, dass zumindest die bürgerlichen Parteien, die Defizite und Gefahren der Tagesschule 2025 miterkennen werden. Auch die Bevölkerung gilt es zu informieren.

Unbestritten ist, ein massvolles Bedürfnis von Familienmodellen, die Betreuungsstrukturen für Ihre Kinder benötigen. Diese lassen sich jedoch anders realisieren als mit der Tagesschule 2025. Genauso gilt es Familienmodelle zu anerkennen, die Ihre Kinder ausserhalb des heutigen Schulbetriebes selber betreuen möchten und werden. Sowohl am Familien-Mittagstisch, wie auch nach der Schule.

Sollte sich Tagesschule 2025 realisieren, wird dies einschneidende Konsequenzen für unsere Volksschule haben. Die Volksschule wird zu einer Staatsschule à la DDR, mit beträchtlichen Kollateralschäden. Ein mögliches Szenario, welche Auswirkungen die Tagesschule 2025 generieren wird, folgt untenstehend. Die gewählten Hochrechnungen sind unverbindlich, jedoch realistisch. Abgestützt auf Prognosen der Stadt Zürich unter Einbezug des erwarteten Bevölkerungswachstums. Im Jahre 2030 sind rund 495`000 Stadtzürcher Einwohner zu erwarten.

August 2025, Willkommen in der Tagesschule!34`700 volksschulpflichtige Kinder und Jugendliche starten in das neue Schuljahr. Dies sind innerhalb von zehn Jahren +15 %!Um dies personell bewältigen können benötigt die Stadt Zürich 7258* Mitarbeiter/-innen, 2015 waren dies noch rund 4700. Aufgeteilt in weit über 3000* Lehrpersonen, 2100* Betreuungspersonen, Hausdienstangestellte, Schulleiter, Angestellte vom Sekretariat und die Verwaltung. Insbesondere die Zahl der Betreuungspersonen, Schulleitungen und die Lehrpersonen für Therapie- und Sonderschulung sind frappant gestiegen.

Lehrermangel! Für den Schulbeginn 2025 fehlen zweihundert* Lehrpersonen, dies obschon eine Ausbildung für Quereinsteiger erschaffen wurde. Das Berufsbild hat sich verändert stark verändert. Insbesondere die selbstbewussten, innovativen Lehrpersonen haben der Volksschule den Rücken gekehrt und sind in der Privatwirtschaft. Zu oft wurden sie enttäuscht. Zu oft hatten sie Reformen umzusetzen. Bevor eine Reform umgesetzt war, kam schon die nächste. Zu oft fehlte Ihnen Rückendeckung. Zu oft wurden sie alleine gelassen. Zudem ist die Burnout-Rate bei den Lehrpersonen massiv gestiegen. Auch Ihnen fehlen Rückzugsorte infolge der Tagesschule.

Die einst im geordneten Unterricht eingeführten Regeln, Rituale und Sitten sind weitgehend passé. Diese gelten als weitgehend diskriminierend für die mittlerweile über 60%* der Schüler/-innen, die nicht die Muttersprache Deutsch pflegen. Im 2015 ist der Anteil der Fremdsprachigen Kinder noch bei 48%. Ihre Kulturen und Sitten müssen nun eingebracht und weitgehend umgesetzt werden. Debatten zu „Handschlagverweigerungen“ gehören zum Alltag und werden von den Medien meist gar nicht mehr aufgegriffen.

Der Lernplan 21 wurde, gegen sehr viel Widerstand der Bevölkerung und der Lehrkräfte eingeführt. Die Lehrkräfte richten Ihren Unterricht danach aus, Dienst nach Vorschrift zu erteilen. Die Individualität der Lehrgegebenheiten bleibt weitgehend auf der Strecke. Die hochsterilisierte, kulturell` bereichernde Klassenzusammensetzung bringt tägliche Ellbogen- und Machtkämpfe ins Schulzimmer. Um diese zu vermindern werden Kleidungsstücke schweizerischer Herkunft verboten, so auch das Singen von Weihnachtsliedern und weiteres.

Die Noten eins bis und mit drei sind abgeschafft worden, geopfert für das kurzfristige Wohlfühl-Feeling der Schüler/-innen. Das Bemängeln der Arbeitswelt wird unüberhörbar! Zahlreiche Schüler/-innen sind mit den gegebenen Voraussetzungen nur sehr bedingt und mit beträchtlichen Zusatzmassnahmen in das Berufsleben integrierbar.

Die Heilpädagogische Schule floriert und benötigt weitere Sozialmitarbeiter und Therapeuten. Waren im Jahre 2011 noch 1032 HPS- Schüler/-innen zu begleiten, sind es im Jahre 2025 bereits 3458*. Zudem hat die Verordnung von Ritalin exorbitant zugenommen. Ein wichtiger Grund, ein wertvoller Rückzugsort wie der Familien-Mittagstisch fehlt. Immer häufiger werden Schüler/-innen als „Zappelfritze" wahrgenommen.

Stattlich ist die Schulinfrastruktur 2025. Diese umfasst mittlerweile hundertfünfunddreissig* städtische Schulhäuser. Zudem sind von den heutigen Schulhäusern bereits 6 im Leerstand, dies insbesondere in den Kreisen 4/5. Viele Familien sind dort weggezogen, meist aus der Stadt. Dies, da für sie und Ihre Kinder in diesen Quartieren ein Schulbesuch nicht mehr akzeptabel war, infolge des hohen Fremdsprachigen Anteils.

In den vergangenen zwanzig Jahren hat der Steuerzahler der Stadt Zürich insgesamt vierunddreissig* Schulneubauprojekten zugestimmt, diese wurde stets mit Tagesschulinfrastruktur errichtet. Investitionsvolumen insgesamt 2.04* Mrd. Franken. Zudem wurden bei zweiundzwanzig* Schulhäusern Anpassungen an die Tagesschulinfrastruktur vorgenommen, mit Kosten von 442* Mio. Franken.

Die Tagesschule 2025 ist obligatorisch. Eltern die dies nicht nutzen möchten, werden zu Selbstzahlern einer Privatschule. Während der Aufwand vom Schuldepartement 2015 mit 1.16 Mia. Franken zu Buche schlug, sind es 2025 bereits 1.45* Mia. Franken. Der Stadtrat schweigt sich natürlich über diese Zahlen aus, hofft jedoch auf zahlreiche neue Steuerzahler. Insbesondere durch die Zuwanderung und die berufstätigen Mütter. Eine Konsequenz für den Steuerzahler von 2025, die Gemeindesteuer von heute 119% beträgt neu 128%*.

Die Volksschule ist nicht mehr dieselbe, denn diese wurde während Jahrzenten reformiert. Ganz nach dem Gusto der politischen Mainstream-Parteien. Im Auftrag des Gesamtstadtrats und des rot/grünen Gemeinderates hat Stadtrat Gerold Lauber unauffällig umgebaut und reformiert.

Schulvorsteher Gerold Lauber hat 2021, in seiner 4. Amtsperiode und ein Jahr vor den Neuwahlen, den Rücktritt gegeben. Er geniesst im 65. Lebensjahr seinen verdienten Ruhestand und ist erfüllt. Denn er hat in seinen 15 Jahren als Stadtrat die Volksschule umgebaut, nach dem Willen des rot-grünen Stadtrates.

Dies sicherte ihm trotz schwindelerregenden Wahlverlusten seiner CVP seine Wiederwahlen. Die von Ihm aufgegleisten Reformen bewirken ausserordentlich bedauerliche Nebenerscheinung. Für diese steht er nun nicht mehr in der Verantwortung.

Für die SVP gilt es konsequent, alle möglichen Auswirkungen der geplanten „Tagesschule 2025“ aufzuzeigen. Sie wird dagegen ankämpfen. Denn von der Stadtregierung werden lediglich die positiven Auswirkungen genannt. Das „Pilotprojekt Tagesschule 2025“ wird von der Stadtregierung verwendet, um anschliessend mit „geschönten Zahlen“ eine Volksabstimmung zur „Tagesschule 2025“ zu gewinnen.

Mit Genugtuung würde ich im 2025 ein Nichteintreten meiner genannten Szenarien anerkennen, jedoch stehen sämtliche wegweisende Anzeichen dafür, dass dies so eintreffen könnte und wird. Dem Mainstream sei Dank!

 

*Schätzzahlen aufgrund realistischer Hochrechnungen

 

Wussten Sie,

... dass Zürich 40`000 Ausländer/-innen einbürgern möchte ? Artikel
... dass Zürich 10 Mia. sFr. Schulden angehäuft hat ? Artikel 
... dass die Zürcher Tagesschule 2025 flächendeckend und obligatorisch sein soll ? Artikel
... dass die Schweiz per 01.01.2017 bereits 8`417`700 Einwohner/-innen zählte ? Artikel
... das die Schweiz per 01.01.2017 2`100`000 Ausländer/-innen zählte. Artikel